One-Click-Hoster-Downloader
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Ein Downloader für One-Click-Hoster ist (wie der Name schon andeuten mag) ein Downloadmanager welches das automatische Herunterladen (mehrerer) Dateien von One-Click-Hostern ermöglicht.
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Allgemein
Der Aufbau der meisten One-Click-Hoster ist ziemlich einfach, verwirrt aber, zumindest für Free-User, oft durch Werbung und Wartezeiten, wodurch normale Download-Manager nur begrenzt sinnvoll sind. Will man mehrere Dateien herunterladen, muss man im Normalfall jedesmal eine Vorschaltseite des Hosters aufrufen, eine eventuell vorhandene Wartezeit verstreichen lassen (sog. „Download-Ticket“) und den Captcha lösen. Damit diese Prozedur unnötig wird, bieten die Hoster meist Premium-Accounts an, womit man eine Datei meist mit einem einzigen Klick („One-Click“) per Direkt-Download ohne Vorschaltseite herunterladen kann. Auch bemühen sich viele Hoster, die Downloadprozudur für Premium-User so automatisierbar wie möglich zu machen, um den Einsatz von Download-Managern zu erleichtern.
Es entwickelten sich aber mit der Zeit Programme, die es ermöglichen, ohne einen Premium-Account, ganz automatisiert Dateien von einem Hoster herunterzuladen. Es gibt also einen Unterschied zwischen Downloadern, die für den Download als Free-User entwickelt wurden und Downloadern, die nur als Premium-User nutzbar sind.
Premium-Downloader
Als Premium-Downloader stehen einem häufig offizielle Tools seitens der Hoster bereit. Wenn es dem nicht so ist, kann man mit großer Wahrscheinlichkeit mit „normalen“ Download-Managern die Dateien beziehen. Es stehen auch inoffizielle Programme für spezielle Hoster bereit, etwa der Multi Stream Downloader („MSD“, für Windows) für RapidShare.com.
Free-User Downloader
Die Finanzierung bei einem One-Click Hoster erfolgt meistens durch eingeblendete Werbung. So legt man also fest, dass Benutzer die Seite aufrufen müssen, um eine Datei herunterzuladen. Es ist nicht im Sinne des Hosters, den Free-Usern Programme anzubieten, welche diese Vorrichtung zu Nichte machen. Trotzdem wurden solche Downloader inoffiziell entwickelt. Ein paar bekannte wären der Universal Share Downloader („USD“, für Windows), CryptLoad („CL“, für Windows), der RapidShare Downloader („RSD“, für Windows), Tuxload (Freie Software, für jedes System mit einem adäquaten Perl-Interpreter, etwa Linux oder Mac OS X) sowie die Freie Software jDownloader, welche auf allen Betriebssystemen mit Java-Unterstützung läuft (Linux, Mac OS X, Windows, u.a.m.)
Alle genannten Programme haben sich zur Aufgabe gemacht, vom Anwender einen (oder mehrere) Download-Links entgegen zu nehmen und alle Downloads automatisiert durchzuführen. Die Hoster sahen sowas nicht gerne und entwickelten Techniken, normale Benutzer von Computerprogrammen zu unterscheiden. Es folgten Captchas und andere Methoden. So waren die Entwickler der Downloader gezwungen, auch dieses Hindernis zu überwinden - mit Erfolg. Um die Captchas automatisiert zu lösen, wurden bestehende Programme wie FineReader oder selbstentwickelte Tools wie jAntiCaptcha (in jDownloader) benutzt.
Das Ziel von den Hostern ist es immer noch, die Benutzer dazu zu bringen, einen Premium-Account zu kaufen. Also limitierten sie den Benutzer Server-seitig, so dass auch Programme nichts dagegen unternehmen konnten. Die Methode der Wartezeit, auch „Download-Ticket“ genannt, ist sehr beliebt - dabei wird der Benutzer kurz vor dem Downloaden gezwungen, eine gewisse Zeit zu warten und nebenbei Werbung zu konsumieren. Auch sehr beliebt ist eine Wartezeit zwischen dem Download zweier Dateien, die meist von der Größe der Datei abhängig ist. Auf diese Weise lässt sich auch der Traffic, den Free-User verursachen, limitieren.
Während die Wartezeit vor einem Download („Download-Ticket“) meist kurz ist und im Bereich des Akzerptablen liegt (meist zwischen einigen Sekunden und wenigen Minuten), ist die Wartezeit nach einem Download oft sehr lang (zwischen einer halben Stunde und mehreren Stunden).
Die Programmierer der Downloader waren so kreativ, sich Gedanken darüber zu machen, wie ein Benutzer identifiziert wird, um diese Wartezeit ebenfalls zu umgehen. Da Anbieter wie RapidShare.com für die Wartezeit vor einem Download kleine JavaScripte nutzten, konnte diese schnell gebrochen werden (der Fehler wurde später aber behoben, so dass es nun nicht mehr möglich ist, diese Wartezeit zu umgehen).
Man schenkte die Beachtung aber mehr der Wartezeit zwischen zwei Downloads, welche wesentlich länger war. Da die Downloader-Programme sowieso keine Cookies annahmen, konnte es nicht daran liegen. Man fand heraus, dass es (unter anderem) die IP-Adresse war, welche den User identifizierte. Für alle, die keine statische IP-Adresse haben (das dürften die meisten sein) gab es die Lösung, durch ein sogenanntes Reconnect, also durch das Trennen und neu-Aufbauen der Internetverbindung, eine neue IP-Adresse vom Provider zu erhalten, die in der letzten Stunde hoffentlich noch zu keinem Download verwendet wurde.
Da aber viele Benutzer einen DSL-Router haben und so gut wie kein DSL-Router-Hersteller ein standartisiertes Verfahren zum Neustarten des DSL-Routers benutzt, musste man sich Programme schreiben die diese Aufgabe übernehmen. Dabei muss man für jeden DSL-Router eine spezielle Vorgehensweise einhalten. Mit der Zeit sammelten sich einige Programme für bestimmte DSL-Router an, so dass es Heute kaum noch jemanden gibt, dem es an einem DSL-Router-Reconnect-Script mangelt. Bekannte Programme dieser Klasse wären z.B. RouterControl oder selbstgeschriebene Routinen einiger Downloader wie von CryptLoad oder jDownloader. Auch bieten die meisten Downloader die Möglichkeit an, ein eigenes Reconnect-Skript zu verwenden.
Viele Downloader haben einen Plugin-Support. Dabei kann man das Programm erweitern, mit der Absicht, dass man Routinen für neue Hoster, neue DSL-Router, neue Link-Protection-Dienste hinzufügen oder Funktionen zur Erkennung neuer Captchas einbauen kann. Die Plugins werden meist von der jeweiligen Community in Form von kompilierten Bibliotheken (z.B. im USD) angeboten oder fest in das Programm integriert (z.B. beim jDownloader) wobei man mit den Entwicklern Kontakt aufnehmen muss.
Letzten Endes wird klar, dass alle Downloader das Ziel haben, so anwenderfreundlich und komfortabel wie möglich zu sein. Einige (jDownloader, TuxLoad) machen es sich auch zum Ziel, plattformübergreifend zu funktionieren.
Siehe Auch
- Link-Container - die im Zusammenhang mit den Downloadern benützt werden
- http://www.webregard.de/technik/cryptload-info-one-klick-hoster-austricksen
Weblinks
- Universal Share Downloader (Projekt eingestellt und nicht auf der Homepage zu finden)
- RapidShare Downloader
- Multi Stream Downloader
- jDownloader
- ccf2rsdf (Nur für Windows)
- Reverse-Engineering von RSDF
- RSDF unter Linux (Anleitung im Ubuntu-Users-Wiki)

